German Design Award

Newcomer-Preis des German Design Award 2018: Die Finalisten stehen fest

Andreas Goebel und Mandolin Maidt

Andreas Goebel und Mandolin Maidt


Die Finalisten des Newcomer-Preises des German Design Award 2018 stehen fest: Aus den 132 Nominierungen deutscher Gestaltungshochschulen wurden das Designer-Duo Andreas Goebel & Mandolin Maidt, Laura Görs, Fynn Scheewe, Julian Sommer und Philipp Weber für das Rennen um den mit 15.000 Euro dotierten Preis ausgewählt.


Schon das Erreichen der Finalrunde ist beim Newcomer-Preis des German Design Award mit Ehre und mit Preisgeldern verbunden, die auch in diesem Jahr wieder von der Deutschen Telekom gestiftet werden. Die Finalisten erhalten eine Prämie in Höhe von 2.500 Euro. Der Gewinner der Auszeichnung Newcomer, der erst im Februar 2018 auf der Preisverleihung zum German Design Award bekanntgegeben wird, kann sich auf ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro freuen.

Bereits zum fünften Mal engagiert sich die Deutsche Telekom bei der Kategorie Newcomer. „Bei der Deutschen Telekom gilt Design als einer der wichtigsten Motoren für Innovation. Dieses Bekenntnis unterstreichen wir nach innen und außen mit unserem Engagement für den Designnachwuchs“, erläutert Philipp Thesen, Chief Designer Deutsche Telekom AG und Jurymitglied des German Design Award, die Förderung des Preises.

Mindestens ebenso wertvoll für die ausgezeichneten jungen Gestalter ist das Renommee des Wettbewerbs und die mit ihm verbundene internationale Publizität. Darüber hinaus bietet der Rat für Formgebung allen Finalisten bei einer Reihe von exklusiven Anlässen die Gelegenheit, mit seinen Stiftungsmitgliedern führende Köpfe der designorientierten Wirtschaft in Deutschland kennenzulernen.

„Designförderung heißt bei uns nicht nur, Talente zu entdecken und zu präsentieren, sondern sie auch in die entscheidenden Netzwerke zu bringen. Nicht von ungefähr sind fast alle unsere bisherigen Newcomer heute erfolgreich in der Designindustrie tätig“, kommentiert Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung, den langfristig angelegten Ansatz des Nachwuchspreises.

 

Die Finalisten und ihre Arbeiten:

Andreas Goebel & Mandolin Maidt arbeiten seit dem gemeinsamen Masterstudium in vielen Projekten zusammen. Grundbaustein ihrer Arbeit ist die geteilte Faszination für funktionale Gestaltung und das Streben nach einfachen Lösungen komplexer Designaufgaben.
Während Goebel sein Grafik- und Produktdesignverständnis durch immer mehr Ingenieurswissen ergänzt, geht Maidt den umgekehrten Weg: Basis für seine Designerlaufbahn ist der Maschinenbau.
Als gut eingespieltes Zweierteam leiten die beiden Designer heute gemeinsam als Heads of Design & Engineering ein interdisziplinäres Designteam mit 20 Mitarbeitern bei dem Münchner Start-up NavVis. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Entwicklung des M3 Mapping Trolley.

Laura Görs studierte an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel Industriedesign. In dieser Zeit sammelte sie bei Villeroy und Boch und bei KAHLA Porzellan praktische Erfahrungen. Im Oktober 2013 begann Görs ein Masterstudium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und konnte ihr Interesse im Gestaltungsbereich von Tischkultur und Kochen weiter ausbauen. Seit Oktober 2016 ist sie Meisterschülerin und Tutorin an der Kunsthochschule Berlin Weißensee und arbeitet als freiberufliche Designerin in Berlin.
www.lauragoers.de 

Fynn Scheewe studierte zunächst an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Psychologie, bevor er von 2013 bis 2017 an der Hochschule Mainz – University of Applied Sciences seinen Bachelor in Kommunikationsdesign machte. 2015 ging er für ein halbes Jahr nach Schweden, um an der Malmö Högskola ein Auslandssemester zu absolvieren. Das Thema Psychologie, insbesondere die Funktionen des menschlichen Gehirns, Wahrnehmung und KI, spielt in der Arbeit von Fynn Scheewe immer wieder eine zentrale Rolle.
http://fynnscheewe.de

Julian Sommer, geboren 1991, studierte bis 2016 Industrial Design an der Bergischen Universität Wuppertal und schloss mit einem Bachelor of Arts ab. Seit 2017 arbeitet Julian Sommer als festangestellter Industrial Designer bei NOTO Design in Köln. Ein Schwerpunkt seiner Bachelor-Arbeit ist die Verknüpfung von klassischer Naturkunde mit digitaler Technik.
Neben der Nominierung als Newcomer Finalist des German Design Award 2018 wurde der Designer bereits mehrfach ausgezeichnet: u. a. 2016 als Red Dot Design Award Winner, als VDID Newcomer Award Winner 2017 und Core 77 Design Award Student Runner up.
www.juliansommer.com

Philipp Weber schloss 2012 sein Designstudium an der Design Academy Eindhoven in den Niederlanden ab. In seiner Arbeit beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit dem Produktionsprozess. Seine Projekte eröffnen neue Perspektiven auf Herstellungsprozesse und ergründen deren Bedeutung für unsere Gesellschaft.
Philipp Webers Projekt A Strange Symphony, eine Allegorie der Beziehung zwischen Glas und Musik, gewann 2013 den New Talent Award des internationalen Berliner Design Festivals DMY und 2014 den Bayerischen Staatspreis für Nachwuchsdesigner. 2015 wurde A Strange Symphony in die Sammlung des Shanghai Museum of Glass aufgenommen. Webers Arbeiten erlangten bisher internationale Aufmerksamkeit und wurden in Italien, Frankreich, den Niederlanden, Tschechien, Dubai und China ausgestellt.
www.philippweber.org


Der Newcomer Award

Seit 2012 lobt der Rat für Formgebung den Newcomer Award aus. Teilnehmen können junge Designerinnen und Designer aller Gestaltungsdisziplinen, die von deutschen Designhochschulen vorgeschlagen werden. Mit dem Newcomer Award werden jährlich dotierte Auszeichnungen für herausragende Nachwuchsdesigner vergeben. Ziel dieser Auszeichnungen ist es, innerhalb des Wettbewerbs junge Gestalter in der Phase nach der Ausbildung nachhaltig zu unterstützen und zu fördern. Aus allen Nominierungen werden fünf Finalisten von der fachkundigen Jury ausgewählt. Auf der Preisverleihung wird ein Gewinner mit der Auszeichnung Newcomer gekürt, die mit einer Dotierung in Höhe von 15.000 Euro verbunden ist. Die übrigen Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.