German Design Award

Newcomer-Preis des German Design Award 2017: Die fünf Finalisten stehen fest

Newcomer Finalists German Design Award 2017


Die Finalisten des Newcomer-Preises des German Design Award 2017 stehen fest: Mit Dirk Biotto, Janine Dasbeck, Peter Otto Vosding, Philippe Vossel und Benjamin Würkner haben sich in diesem Jahr durchweg Industriedesigner mit ihren vielversprechenden Portfolios gegen 119 weitere Nominierte durchgesetzt. Sie dürfen heute schon stolz sein auf kreatives Talent und außergewöhnliche Leistungen, die der Rat für Formgebung mit diesem Nachwuchspreis aufspürt und fördert.


Das Erreichen der Finalrunde ist beim Newcomer-Preis des German Design Award nicht nur mit Ehre, sondern auch mit einer Prämie von jeweils 2.500 Euro verbunden. Der Gewinner der Auszeichnung Newcomer, der erst im Februar 2017 auf der Preisverleihung zum German Design Award bekanntgegeben wird, kann sich auf ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro freuen. Mindestens ebenso wertvoll für die ausgezeichneten jungen Gestalter ist jedoch das Renommee des Wettbewerbs, und die mit ihm verbundene internationale Publizität. Darüber hinaus bietet der Rat für Formgebung allen Finalisten bei einer Reihe von exklusiven Anlässen die Gelegenheit, mit seinen Stiftungsmitgliedern führende Köpfe der designorientierten Wirtschaft in Deutschland kennenzulernen.

„Mit dem Newcomer Award erfüllen wir nicht nur eine unserer liebsten Kernaufgaben – die Förderung talentierten Nachwuchses –, sondern wir treten jedes Jahr wieder in eine Art Zukunftslabor ein, in dem sich die Möglichkeiten von morgen mit den Trends von übermorgen andeuten“, kommentiert Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung, die Rolle des für junge Designer wie für die Industrie gleichermaßen interessanten Nachwuchspreises. „Diese Perspektiven mit in den aktuellen Diskurs über Design und die jungen Designer in dafür entscheidende Netzwerke zu bringen, liegt uns am Herzen.“

Die Deutsche Telekom unterstützt als Partner erneut den Newcomer Award. "Im Spannungsfeld einer sich durch Digitalisierung stark verändernden Welt gilt es, mit Design Verantwortung zu übernehmen. Auf den Design-Nachwuchs kommt hierbei eine tragende Funktion zu. Wir brauchen herausragende Designer, die mit Tatendrang, Können und Gespür bereit sind, die Umwelt von morgen zu gestalten“, unterstreicht Philipp Thesen, Chief Designer Deutsche Telekom AG und Jurymitglied des German Design Award, das Engagement der Telekom für die Design-Nachwuchsförderung.

Die Finalisten und ihre Arbeiten:

Dirk Biotto hat sein Studium des Industrial Design an der Universität der Künste Berlin absolviert. Sein Produktportfolio reicht von grafischen Konzepten über ein integriertes Küchenkonzept bis hin zu Notunterkünften für Obdachlose. Gemeinsam ist diesen unterschiedlichen Entwürfen das Nachdenken über die soziale Dimension von Gestaltung. Biotto spürt der Frage nach, wie man die Interaktion von Produkt und Nutzer ästhetisch wie funktional neu interpretieren kann. Dirk Biotto wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Lucky Strike Junior Designer Award für sein ganzheitliches Küchenkonzept ChopChop – Easy Cooking. www.dirkbiotto.com 

Janine Dasbeck hat Industrial Design in Osnabrück studiert und schließt in Kürze einen Master in Medical Design an der Muthesius Kunsthochschule Kiel ab. Sie beschäftigt sie sich mit Themen aus der Medizin im gesellschaftlichen und sozialen Kontext. Während bei Ultraschallsonde und Interface Design für eine Erste-Hilfe-App Prozessgestaltung im Focus steht, widmet sie sich bei einem Begleitprogramm für Demenzkranke, die ein eigenes „Erinnerungskissen“ in Handarbeit fertigen, der emotionalen Dimension von Produkten. Im Zentrum ihrer Arbeiten geht es immer um den Menschen und die Strukturen, in die seine Interaktion eingebunden ist. www.janinedasbeck.de 

Peter Otto Vosding hat in Darmstadt Industriedesign studiert und absolviert aktuell einen Master in Produktdesign und Prozessentwicklung. Sein Interesse an technologischen Innovationen belegen Konzeptarbeiten wie das Vehikel für eine bemannte Marserkundung. Seine Entwürfe im klassischen Produktdesign überzeugen durch klare und reduzierte Formensprache, die ihm schon verschiedene Auszeichnungen eingebracht hat. www.vosding.de 

Philippe Vossel hat seinen Bachelor in Industrial Design an der Bergischen Universität Wuppertal absolviert. Seine zum Teil technisch sehr komplexen Arbeiten gehen spielerisch und mit einer eigenen Leichtigkeit mit den Gestaltungsaufgaben um. Digitalisierung und Emotionalität spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die Vereinfachung von Prozessen. Als Finalist des diesjährigen Newcomer Award setzt er seine bisherige Liste an Auszeichnungen konsequent fort. www.philippe-vossel.com 

Benjamin Würkner ist ein Strukturdenker. In seinen Arbeiten übersetzt er gerne bionische Vorbilder in zum Teil hochkomplexe oder aber minimalistisch einfache Objekte, die sich im Spannungsfeld von Material, Form und Struktur bewegen. Dabei beweist er eine hohe Sensibilität für Materialeigenschaften. Seine Affinität zu Architektur und interdisziplinärem Arbeiten spiegelt sich in ganzheitlichen Raumkonzepten genauso wie in der Produktsprache seiner Produktdesignarbeiten. Dabei nutzt er Innovationspotenziale durch neue Materialeigenschaften und Technologien aus. www.spacekitchen.de 

Weitere Informationen zu den Newcomern finden Sie unter: www.german-design-award.com/newcomer 

Der Newcomer Award
Seit 2012 lobt der Rat für Formgebung den Newcomer Award aus. Teilnehmen können junge Designerinnen und Designer aller Gestaltungsdisziplinen, die von deutschen Designhochschulen vorgeschlagen werden. Mit dem Newcomer Award werden jährlich dotierte Auszeichnungen für herausragende Nachwuchsdesigner vergeben. Ziel dieser Auszeichnungen ist es, innerhalb des Wettbewerbs junge Gestalter in der Phase nach der Ausbildung nachhaltig zu unterstützen und zu fördern. Aus allen Nominierungen werden fünf Finalisten von der fachkundigen Jury ausgewählt. Auf der Preisverleihung wird ein Gewinner mit der Auszeichnung Newcomer gekürt, die mit einer Dotierung in Höhe von 15.000 Euro verbunden ist. Die übrigen Finalisten erhalten jeweils 2.500 Euro.

Rat für Formgebung
Der Rat für Formgebung ist eine unabhängige und international agierende Institution, die Unternehmen darin unterstützt, Designkompetenz effizient zu kommunizieren, und die gleichzeitig darauf abzielt, das Designverständnis der breiten Öffentlichkeit zu stärken. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen in den Bereichen der Marken- und Designbewertung, der strategischen Designberatung sowie der Designforschung und des Wissenstransfers. 1953 auf Initiative des Deutschen Bundestages vom Bundesverband der Deutschen Industrie und einigen führenden Unternehmen als Stiftung gegründet, setzt sich der Rat für Formgebung mit seinen Wettbewerben, Ausstellungen, Konferenzen, Seminaren und Publikationen für gutes Design ein. Dem Stifterkreis des Rat für Formgebung gehören aktuell über 260 in- und ausländische Unternehmen an.