German Design Award 2026

German Design Award reduziert Event Carbon Footprint um 23 Prozent

Der German Design Award 2026 hat seinen Event Carbon Footprint zum zweiten Mal umfassend erfassen lassen. Gegenüber der letzten Erhebung im Jahr 2023 konnten die CO₂-Emissionen um 23 Prozent reduziert werden – von 284,46 auf 219,00 Tonnen CO₂-Äquivalente (CO₂e).

Mit der Einführung der Kategorie Circular Design im Jahr 2024 und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitskriterien in allen Wettbewerbskategorien rückt der German Design Award seit mehreren Jahren die Rolle von Design als Treiber nachhaltiger Transformation in den Fokus. Ziel ist es, Emissionen transparent zu erfassen, Reduktionspotenziale zu identifizieren und Entscheidungen künftig datenbasiert weiterzuentwickeln.  

Die Bilanz umfasst die Jurysitzung und die Preisverleihung des Awards. Berechnet wurde sie nach international anerkannten Standards, darunter das Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) sowie der AUMA-Leitfaden zur Treibhausgasberechnung. 

Die wichtigsten Fakten

  • Gesamter Event Carbon Footprint: 219,00 t CO₂e  
  • Reduktion gegenüber 2023: −23 %  
  • Größter Emissionstreiber: An- und Abreise der Teilnehmenden mit 174,123 t CO₂e (79,5 %)  
  • Weitere Emissionsquellen: Gewinnerservices (18,730 t), Energie (17,005 t), Logistik (4,500 t), Unterkünfte (1,743 t) sowie Catering (1,317 t)  
  • Emissionen unter einer Tonne: Materialien, digitale Kommunikation, Abfall und Wasser  
  • Bahnanteil der Gäste: Anstieg von 28 % (2025) auf 35 % (2026)  

Mobilität ist der stärkste Treiber

Der größte Hebel für weitere Emissionsreduktionen liegt in der Mobilität. Fast vier Fünftel aller Emissionen entstehen durch die An- und Abreise der Teilnehmenden. Demgegenüber haben Materialien, digitale Kommunikation oder Abfall einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die Gesamtbilanz.  

Zur Reduktion des Carbon Footprints wurden bereits mehrere Maßnahmen umgesetzt. Die physische Ausstellung wurde durch ein digitales Format ersetzt. Auf eine zusätzliche Ausstellung und einen Messestand wurde verzichtet. Für die Jurysitzung wurden mehr Produkte digital eingereicht. Gleichzeitig kamen überwiegend geliehene oder mehrfach genutzte Materialien zum Einsatz. Auch die Datenerhebung wurde weiter professionalisiert und standardisiert.  

Klimafreundlichere Mobilitätsangebote, verbindliche Nachhaltigkeitsstandards für Dienstleister, eine höhere Wiederverwendungsquote von Materialien sowie eine kontinuierliche Verbesserung der Datengrundlage stehen in den kommenden Jahren im Fokus. Ziel ist es, Fortschritte messbar zu machen und den Event Carbon Footprint systematisch weiter zu reduzieren. 

Nachhaltigkeit als Teil der eigenen Verantwortung

Nachhaltigkeit gehört heute zu den zentralen Bewertungskriterien des German Design Award. Mit der Einführung der Kategorie Circular Design im Jahr 2024 wurde dieser Anspruch gezielt gestärkt. Darüber hinaus fließen Aspekte wie Ressourceneffizienz, Langlebigkeit, Materialkreisläufe und gesellschaftliche Verantwortung heute disziplinübergreifend in die Bewertung der eingereichten Projekte ein. 

Die Erhebung des Event Carbon Footprints ist die konsequente Fortsetzung dieses Verständnisses. Nachhaltigkeit wird nicht nur bei den ausgezeichneten Projekten bewertet, sondern auch im eigenen Handeln messbar gemacht. Die CO₂-Bilanz schafft dafür eine belastbare Datengrundlage und bildet die Basis für die kontinuierliche Weiterentwicklung des German Design Award. 

Jetzt für den German Design Award 2027 einreichen

Die Ausschreibung für den German Design Award 2027 läuft noch bis 11. September 2026. Gesucht werden Projekte, Produkte und Konzepte, die durch gestalterische Exzellenz überzeugen und einen nachhaltigen Beitrag zur Lösung ökologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Herausforderungen leisten. 

Anfang Oktober bewertet eine internationale Jury mit rund 50 unabhängigen Designexpert*innen alle Einreichungen. Nachhaltigkeit, Innovationskraft und Zukunftsfähigkeit spielen dabei über alle Wettbewerbskategorien hinweg eine zentrale Rolle.

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